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Sofa vor bodentiefen Fenstern mit Blick auf Dresden-Friedrichstadt

Dresden

Drei Tage Dresden, ohne Reisegruppe

Was sich lohnt, was man auslassen kann und wo die Dresdner selbst hingehen – aufgeschrieben von jemandem, der hier wohnt.

Tag 1 – Die Altstadt, aber richtig herum

Fast alle starten am Zwinger und arbeiten sich zur Frauenkirche vor. Mach es umgekehrt: Von Friedrichstadt oder Löbtau kommst du am Elbufer entlang, gehst über die Augustusbrücke und siehst die Altstadt von der Neustädter Seite aus – das ist der Blick, den Canaletto gemalt hat, und morgens gehört er dir fast allein.

Danach Frauenkirche (der Aufstieg in die Kuppel lohnt sich mehr als der Innenraum), Fürstenzug, Brühlsche Terrasse, und erst zum Schluss der Zwinger. Wenn du nur ein Museum ansiehst: das Grüne Gewölbe. Karten vorher online, sonst stehst du an.

Abends in die Semperoper? Wie du nach der Vorstellung zurückkommst und warum du das Auto stehen lassen kannst, steht auf der Seite Ferienwohnung nahe der Semperoper.

Tag 2 – Neustadt und Elbe

Die Äußere Neustadt ist das Gegenteil der Altstadt: Kneipen, kleine Läden, Hinterhöfe. Die Kunsthofpassage ist zu Recht bekannt, der Rest des Viertels ist es zu Unrecht nicht.

Nachmittags an die Elbe. Der Elberadweg führt in beide Richtungen aus der Stadt heraus – flussaufwärts kommst du an den drei Elbschlössern vorbei bis nach Pillnitz, flussabwärts ins Grüne. Räder gibt es in der Nähe beider Wohnungen zu leihen.

Wer lieber sitzt: Die Dampfschifffahrt ab Terrassenufer ist gemächlich, altmodisch und genau deshalb schön.

Tag 3 – Raus aus der Stadt

Die Sächsische Schweiz ist mit der S-Bahn in vierzig Minuten erreichbar. Wer nur einen halben Tag hat, fährt bis Rathen und geht zur Bastei hinauf – das ist der Postkartenblick. Wer mehr Zeit hat, läuft ab Kurort Rathen weiter über die Schwedenlöcher.

Alternative bei schlechtem Wetter: Schloss Moritzburg oder das Deutsche Hygiene-Museum – letzteres klingt sperrig und ist eines der besten Museen der Stadt.

Praktisches

  • Verkehrsmittel: Von beiden Wohnungen fährt die Straßenbahn in die Innenstadt. Eine Tageskarte lohnt sich ab drei Fahrten.
  • Essen ohne Reisegruppe: In Löbtau und Friedrichstadt gibt es Nachbarschaftslokale zu normalen Preisen. In der Altstadt zahlst du für dieselbe Portion das Doppelte.
  • Wann kommen: Mai bis September für draußen, Ende November für die Striezelmärkte. Januar und Februar sind ruhig und günstig.
  • Messezeiten: Wenn im Ostragehege eine große Messe läuft, ist die Stadt voll und die Zimmer sind teuer. Bei uns bleibt der Preis, wie er ist.